1. Personenzahl realistisch bestimmen
Raumangaben beziehen sich oft auf Stehplätze. Für ein Essen mit Tischen rechnen Sie mit rund 1,5 bis 2 Quadratmetern pro Person, für ein Apéro im Stehen mit etwa 0,8 Quadratmetern. Ein Saal für 120 Personen fasst beim Bankett also gut und gern nur 70 Gäste.
Fragen Sie beim Anbieter nach der maximal bewilligten Personenzahl. Diese Zahl steht in der Brandschutzbewilligung und ist verbindlich – unabhängig davon, wie viele Stühle vorhanden sind.
2. Lärmzeiten und Musik klären
Der häufigste Streitpunkt bei Feiern ist die Musik. Klären Sie schriftlich, bis wann Musik läuft, ob es eine Lärmbegrenzung gibt und ob Fenster und Türen ab einer bestimmten Zeit geschlossen bleiben müssen.
In Wohnquartieren gelten häufig Ruhezeiten ab 22 Uhr. Räume in Gewerbezonen, Kellerlokale und Fest- oder Waldhütten sind bei später Musik oft die entspanntere Wahl.
3. Küche, Geschirr und Getränke
Eine «Küche» kann alles heissen: von der Teeküche mit Wasserkocher bis zur Gastroküche mit Kombisteamer. Fragen Sie konkret nach Backofen, Kühlschrankvolumen, Geschirrspüler und Geschirr für die geplante Personenzahl.
Wichtig ist auch die Getränkefrage. Manche Lokale verlangen den Bezug über einen bestimmten Lieferanten oder erheben ein Korkengeld auf mitgebrachten Wein. Das kann das Budget spürbar verändern.
4. Anreise, Parkplätze und Anlieferung
Prüfen Sie, wie Gäste ohne Auto anreisen und wie spät die letzte Verbindung fährt. Für die Anlieferung von Material braucht es eine Zufahrt und idealerweise einen Lift oder ebenerdigen Zugang.
Fragen Sie nach der Anzahl Parkplätze und danach, ob diese kostenlos sind. Bei grösseren Anlässen lohnt sich der Hinweis in der Einladung, damit nicht das halbe Quartier zugeparkt wird.
5. Auf- und Abbauzeiten
Die reine Mietzeit reicht selten. Klären Sie, ab wann Sie in den Raum können und bis wann er geräumt sein muss. Manche Anbieter erlauben den Aufbau am Vortag – oft gegen einen kleinen Aufpreis, der viel Stress spart.
6. Reinigung, Depot und Schäden
Die Endreinigung ist ein klassischer Kostenpunkt: entweder selbst erledigen oder pauschal bezahlen. Lassen Sie sich sagen, in welchem Zustand der Raum zurückgegeben werden muss – besenrein ist nicht dasselbe wie geputzt.
Üblich ist ein Depot, das nach der Kontrolle zurückerstattet wird. Halten Sie bestehende Schäden bei der Übergabe mit ein paar Fotos fest, dann gibt es hinterher keine Diskussion.
7. Absage, Verschiebung und Versicherung
Fragen Sie nach den Absagefristen und danach, ob eine Verschiebung möglich ist. Bei Anlässen im Freien ist eine Schlechtwetterlösung Gold wert.
Für grössere Anlässe empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung, die Schäden am Mietobjekt einschliesst. Vereine haben das oft über die Vereinsversicherung bereits abgedeckt.
Die Kurzfassung zum Mitnehmen
Diese Punkte gehören in jede Anfrage – dann erhalten Sie eine Antwort, mit der Sie planen können:
- Datum, Uhrzeit sowie Auf- und Abbauzeit
- Art des Anlasses und Personenzahl
- Gesamtpreis inklusive Reinigung, Nebenkosten und Depot
- Musik- und Lärmregelung
- Küche, Geschirr und Getränkebezug
- Parkplätze und Anreise mit dem öffentlichen Verkehr
- Absage- und Verschiebefristen
Häufige Fragen
- Wie früh sollte ich einen Raum reservieren?
- Für Hochzeiten und Anlässe an Samstagen im Sommer sind sechs bis zwölf Monate üblich. Für Sitzungen, Kurse und kleinere Feiern genügen meist zwei bis sechs Wochen. Zwischen November und Dezember sind Säle wegen der Weihnachtsessen früh ausgebucht.
- Was gehört in eine gute Anfrage?
- Datum, Zeitfenster inklusive Auf- und Abbau, Personenzahl, Art des Anlasses und die Frage nach dem Gesamtpreis. Anfragen mit diesen Angaben werden erfahrungsgemäss deutlich schneller beantwortet.
- Ist die Anfrage über Raumsuche.ch kostenlos?
- Ja. Sie fragen die Verfügbarkeit direkt beim Anbieter an, ohne Vermittlungsgebühr. Der Mietvertrag kommt ausschliesslich zwischen Ihnen und dem Anbieter zustande.